27.
Apr
2017

Logbuch #28 Woche 4

Woche  04.
(…machines that move us…)

 

Dienstag:

Theater aufräumen und Überlegungen zum Raumkonzept. Beleuchtung und Beamer werden fest installiert.

Szenische Ideen und Choreografien aus den vorhergegangenen Wochen werden in ihrem Zusammenwirken ausprobiert und auf konzeptionelle und spielerische Zusammenhänge untersucht.

Daraus entwickeln sich neue Veränderungen und neue spielerische Ideen. Einzelne szenische Ideen werden hinsichtlich des Making-Offs aussortiert. Aus dem nicht genutzten Material entsteht ein Archiv-Bereich im Raumkonzept:

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Mittwoch:

Durchlauf von den, am Vortag zusammengesetzten, Szenen.

Anschließend technischer Absturz aller Robotik-Geräte.

Nach Problembehebung Präsentation mit Veit Sprenger und Winfried Wrede.

Abschließend Gespräch mit Veit Sprenger und Winfried Wrede:

-Einbindung von unvorhersehbaren Momenten/Peaks/Brechungen

-Dinge 2 x auftauchen lassen

-Idee den Raum mehr zum Akteur werden zu lassen mit Beleuchtungen und Aufmerksamkeitslenkung

-Überlegungen wie man den Zuschauer persönlicher einbinden könnte/ auch räumliche Publikumslenkung

-Wärme vs. Glätte /Scheiße vs. Rundheit – Übrerforderungen einbauen (Menschlichkeit)

-Überlegungen wie Techniker/Technikpulte auch inszeniert werden könnten. Techniker=Zuschauer=?

Donnerstag:

-Versuch die Kritik des Vortages einzubauen. Ablauf wird fürs Making-Off dreigeteilt und Übergänge werden überlegt und ausprobiert. Absprachen getroffen. Anschließendes Vorbereiten des Bühnenraumes für das Making-Off. Weisse Holzsockel werden als mögliche Sitzgelegenheiten im Raum verteilt.

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Anschließend Making-Off mit Publikumsgespräch:

Publikumsrückmeldungen:

Nicht nur Behandlung von Mensch Maschine sondern auch Mensch-Maschine-Tier

Körperapplikationen:

Geschichtlich der Haken als Prothese funktionaler als die Metallhand, trotzdem wurde aus ästhetischen Gründen die Metallhand bevorzugt.

Historisch gab es auch die Tentakel als funktionalere Variante des Hakens als Prothesenidee.

Verkabelung=Vernetzung mit dem digitalen Netz

Biologisch: Nabelschnur, ernährende App.

Oscar Pistorius

Oscar Pistorius

 

Freitag:

Besprechung des Making-Offs und Abschlussbesprechung:

Atmen:

Assoziationen: körperlich Beeinträchtigte steuern Rollstuhl mit Atmen.

Atmen noch viele Variationen möglich

Raumsituation:

Nähe des Publikums wichtig !

Performer:

Blickkontakt bricht den durch die Lichter abgesteckten Raum.

Publikumsführung:

mehr Reize, zeitliche Veränderung des Raumes, Peaks.

Wie erzeuge ich: „Hallo ihr seid willkommen, fühlt Euch frei“ beim Publikumsempfang und der Stimmung über die Performance hinweg.…
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20.
Apr
2017

Logbuch #28 Woche 3

Woche  03.
(…Die Vernetzung von Mensch und Maschine …)

Wochenprogramm:
Ausstattung des Performers mit Sensoren (Leap-Motion und Biegesensoren). Ziel ist die gegenseitige Kommunikation und Steuerung zwischen Performer, Computer und Robotikteilen.


Montag:
Vorführung von den bisher erarbeiteten szenischen Versuchen.
Anschließend Kritik und Gespräch mit Veit Sprenger und Winfried Wrede:
Überlegungen die Technik offen zu legen, die notwendigen technischen Umbauten in die Performance mit ein zubauen.
– Den Experimentierraum in der Performance behalten und sich den Ablauf über bewusst sein.
– Überlegungen durch „Längen“ bzw. stehende, langsame, gleichförmige Bilder eine Meditation/Trance des Zuschauers zu erzeugen. Aber: Wie schafft man eine stimmige Dramaturgie in dieser Gleichförmigkeit?

– Weiteres Arbeiten an den Rythmi, Blickrichtungen und Haltung des Performers.
– Überlegungen zum Verhältnis der menschlichen Sprache zu den Sprachen der Maschinen. Die Robotik-Teile geben technikbedingt Motorengeräusche ab. Überlegung diese Geräusche als Sound/Sprachmotive bewusst einzubauen.
– Performance mit der Roboterhand entwickelt den Fokus auf die Machtpositionen zwischen Mensch und Maschine. Entscheidung, welche Aussage man damit verfolgen will/bzw. worauf den Fokus setzen?

Abends:
Technische Einrichtung von Sound und Technik.
Biegesensoren Vorbereitung und Anfang von Programmierung.

Dienstag:
– Installation und Programmierung von Leap Motion.
– Einrichtung verschiedener Möglichkeiten zur Sprachbearbeitung mit dem Helikon Voice Prozessor für Violas Stimme.

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– Stoff kaufen und nähen der Hose für das Kostüm.
– Textrecherche zu Robotik und Chatbot-Dialogen
– Neonröhren-Lichtloop-Programmierung, Kommunikation und Netzwerkeinrichtung
– Klangaufnahmen: Geräusche der Motoren von Hand- und Wurmrobotern, Neonlampen, Nähmaschine

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Mittwoch:
– Experimentielle Arbeit an Verknüpfung von Ellenbogen-Biegesensor mit Lichtloop- Installation
– Ausarbeitung der interaktiven Programmierung
– Dramaturgisch / szenische Arbeit an Lichtloop-Szene unter Verwendung des Ellenbogen-Biegesensors
– Textproben mit computergenerierter Stimme: Computer liest seine eigene Programmierung, Stellen von Programmiercode.
– Proben mit verstellbarem Licht: Unterschidliche Positionen der Neonröhren:

  • – Diagonalie Konposition
    – Ballung
    – Umrahmung

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– Boibot Recherche / Beziehungsanfang

Donnerstag:
Lichtkreislauf-Choreografie wird auf die Ansteuerung mit den Sensoren angepasst und der Ablauf und Bewegungen verändert.…
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11.
Apr
2017

Logbuch #28 Woche 2

Woche  02.
(…Von Mensch zu Maschine scheint es nur noch ein kurzer Weg zu sein und die Grenzen verschwimmen zwischen natürlichem und künstlichem Leben. Ist sie das, die Geburtsstunde einer Welt, in der Mensch und Maschine eins werden…)

Wochenprogramm:
Verschiedene Robotikteile, welche in der ersten Woche gebaut und programmiert wurden werden auf ihr szenischen Möglichkeiten untersucht.


Montag:

Treffen mit Veit Sprenger:

1. Gespräch:

Überlegungen zur Kreisbewegung:

Schlange Kundalini: Schlangensymbol der Alchemie. Eine Schlange, die sich in den Schwanz beißt als Symbolbild der Vergiftung und Heilung. Hierzu Analogien zur technischen Entwicklung und den Kreislauf von techn. Erfindungen um Übel zu überwinden und gleichzeitiger erneuter Konfliktgenese.

Die Kraft Kundalini:

Nach der tantrischen Lehre wohnt in jedem Menschen eine Kraft, die Kundalini genannt wird.[1] Diese befindet sich gemäß dem Tantrismus ruhend am unteren Ende der Wirbelsäule und wird symbolisch als eine im untersten Chakra schlafende zusammengerollte Schlange (Sanskrit: kundala „gerollt, gewunden’“) dargestellt. Sie gilt als die der Materie nächststehende Kraft im Menschen. Durch yogische Praktiken soll sie erweckt werden können und aufsteigen, wobei die transformierenden Hauptenergiezentren oder Chakren durchstoßen werden (Satchakrabedha „Sechschakrendurchstechen“). Erreicht sie das oberste Chakra, soll sie sich mit der kosmischen Seele vereinigen und der Mensch höchstes Glück erlangen.[2] Erst hier vereinigt sie sich nach tantrischen Lehren in ihrer transformierten Form mit den kosmisch-spirituellen Kräften. Da das Aufsteigen der Energie nach den klassischen Lehren auch Gefahren in sich birgt, sollen eine gute Vorbereitung und ein innerer Reinigungsprozess entscheidend sein, weshalb viele Schulen zuerst das Herzzentrum entwickeln. In Begleitung eines Menschen, der die Kundalini-Kraft bewusst lenken kann, sollen mögliche Begleiterscheinungen des Prozesses, wie Visionen oder Erfahrungen in der Astralwelt, verständlich sein. Es gibt immer wieder Fälle, die Tantriker als „spontanes Erwachen“ der Kundalini interpretieren.[3]

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Überlegungen zum Bühnenbild als freistehend und das Publikum kann sich frei kreisförmig um es bewegen. Überlegungen wie eine gegenläufige Bewegung des Publikums zum Tänzer stattfinden könnte.…
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