19.
Aug
2016

Logbuch #25 Woche 4

28/07

IMPROVISATIONEN + SZENISCHE ARBEIT + SHOWING

KÖRPERTRAINING + IMPROVISATION KATALOG

KÖRPERTRAINING (Marja // Isabel // Ayelén).

IMPROVISATION (Isabel // Marja // Ayelén): Es werden Choreografien zu Golschans Katalog “Normierende Anpassungsbewegungen” ausprobiert und weiterentwickelt.
SZENISCHE PROBE

(Isabel // Marja // Ayelén): Texte werden entwickelt, besprochen und in eine Abfolge gebracht. Vorbereitung des Showings.
Showing

mit Ayelén // Denise // Winfried // Lou als Zuschauer*innen. (VIDEO)
GESPRÄCH:
Winfried:

  • Einlassituation: das Anfangsbild hat eine starke Wirkung aufgrund der Pose und den kleinen, ruhigen Veränderungen in Bewegungen von I+M; Publikumsbezug ist spannend aufgrund der kurzen Verwirrung bzgl. genauen Platzwahl und der Steuerung durch die Blicke von I+M.
  • Insgesamt ist die Kommunikationssituation zwischen Performerinnen und Publikum angenehm (direkter Blickkontakt hat auffordernde, einladende Wirkung). Es entsteht, gerade am Anfang, eine Wachsamkeit des Publikums, die eine Hierarchie zwischen Performerinnen und Zuschauer*innen umgeht. Die zwischenzeitliche Nähe (Zoom-Bewegung) zum Publikum hat animierende Wirkung, es entsteht die Erwartung, dass das Publikum auch körperlich stärker eingebunden wird.
  • Es entstehen deutliche Bilder über Machtverhältnisse durch das Bewegungsprinzip mit dem Elastik-Band (Assoziation: “Gesellschaft zieht Individuum”); das Marionetten-Spiel ist hier besonders eindrucksvoll.
  • Das Routieren // Kreisen (Zoom-Bewegung) bleibt unklar in seiner inhaltlichen Bedeutung.
  • Bei dem Text daily white privileges besteht die Gefahr, die Aufmerksamkeit des Publikums zu verlieren (englische Sprache als Herausforderung//Barriere).
  • Die inhaltliche Bedeutung der Bildcollage bleibt unklar.
  • Anfangs gibt es inhaltlich einen klaren Publikumsbezug bzw. Bezug zur theatralen Grundsituation. Dieser verliert sich im Verlauf der Szene. Dadurch bleibt der Zusammenhang zwischen den beiden Themenfeldern unklar. Möglichkeiten: Zusammenhang durch Motiv des Rucksacks stärker machen; inhaltlichen Fokus setzen.

Lou:

  • Partizipation des Publikums: anfänglich sehr stark. Es kommt die Frage auf: Dürfen wir sitzen? Wo dürfen wir sitzen? Durch Blicke wird Publikum am szenischen Prozess beteiligt. Eine Weiterführung und -entwicklung der Interaktionen ist wünschenswert.
  • Inhaltliche Leerstelle: Was sind die konkreten Privilegien der Performerinnen? Es werden allgemeine Privilegien aufgezählt, aber es fehlt die Selbstverortung (“sich lesbar machen”).

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3.
Aug
2016

Logbuch #25 Woche 3

21/07 (home office und home studio in der Wohnung)
Reflexion der Zeit mit Golschan

Warum laden wir wen ein? Besser Leitung und Moderation übernehmen als bisher.
Was konkret wollen wir von und mit den Kollaborateur*innen arbeiten?
Klares Delegieren von Aufgaben.
Gemeinsames Kurzschließen & Update über ENTSCHEIUGNE, die (NICHT-)VERANTWORTLICHKEITEN definieren.
Vorbereitungen um gemeinsam arbeiten zu können (Isi + Marja) / Situation des gemeinsamen Arbeitens zu schaffen: Klären wer und warum; Framing und Moderationsvorschläge; Kommunikation im Vorhinein (1.bisheriger Probenstand, 2.gemeinsame Fragestellungen); Abschluss / Reflexionsformat vorbereiten + WIE wir weiter mit dem Input arbeiten.
VIDEOMESSAGES FÜR JEDE KOLLABORATEURIN

Szenische Vorbereitung der Einführung von Denise, Nai Wen und Ayelén

Wir schreiben jede persönlich kleine Briefe an die Gäste. Drei verschiedene Stühle repräsentieren die Gäste. Je nachdem wie der Brief geschrieben ist, wie der Zettel aussieht, wo genau der Zettel befestigt wird am Stuhl hat eine Bedeutung.

Thema: Was wünschen wir uns von der Zusammenarbeit mit dir?

Video: „21_Videomessages“

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22/07

BEGRÜSSUNG UND EINFÜHRUNG NAI WEN, DENISE BIERMANN UND AYELÉN CANTINI

VIDEO: „3 Willkommensvideos in der Wohnung“
Gemeinsames Gespräch danach:

DENISE:
Interessantes Mittel szenisch wie man die Gruppe zeigen kann, wie stellt man Kollaboration szenisch dar? Mit Mitteln von Positionierung, Distanz ecc

a) Gastspielplanung: MAMMALS
Ist-Perspektive: Was ist da an Kontakten? Ausgehend vom Rahmen Niedersachsen (Förderung und Orte). Welche Interessenten gibt es gerade für Mammals?

Soll-Perspektive: Wen finden wir geil, Häuser, Menschen, KuratorInnen? Welches Publikum wollen wir haben?
–> Wichtig ist sich festzulegen und konkret zu werden.
b) Form des Kollektivs.
GBR? Kleiner Rahmen: Wie Proben organisieren? Wie wollen D+L sich beteiligen (das hieße künstlerische Beteiligung)?

c) Gespräch über Unfall
Konflikt aufdecken und „klar zu kriegen“ wäre wichtig für die gesamte Arbeit. Latenter Konflikt bricht immer wieder aus, Wunsch ihn anzupacken. Wie ist das mit Parteien, Denise ist Freundin von beiden, fühlt sich nicht unbefangen. Form besprechen ist wichtig.…
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22.
Jul
2016

Logbuch #25 Woche 2

11/07

FORSCHUNGSFRAGE:

WAS IST POLITISCH?

Wir gehen durch den Raum und sammeln Sätze mit dem Satzbeginn „Politisch ist, wenn….“.

AUDIOMATERIAL: „11_A_politisch ist, wenn_Isi/Caro”

(Kursiv werden Titel von Audio-, Video- und Textmaterial geschrieben, die auf der Festplatte von Christians // Schwenk archiviert werden.)

Voneinander lernen:

Wir lernen von Isi wie sie auf der Bühne das Aufmerksamkeits-Gummiband zu einer*m Bühnenpartner*in halten kann und gleichzeitig jede*r im Publikum das Gefühl gibt, wahrgenommen zu werden.

Wir lernen von Caro wie sie einen Raum betreten und eröffnen kann. Isi erhält eine konkrete Performance-Aufgabe, die sie für 2 Jahre ausführen soll: Beim Betreten des Raumes soll sie erstmal „aha“ sagen.

Vokabular etablieren zu diesen Techniken:

„Batzen“ = Die Zuschauenden als Batzen wahrnehmen, immer den ganzen Batzen

„Schäfchen einzäunen“ = zum Raum eröffnen checke ab wo sind deine Schäfchen, dann zäune sie gleichmäßig und gleichzeitig ein

Fotowoche 2

12/07

FORSCHUNGSFRAGE:

MIT WELCHEN VORERWARTUNGEN KOMMT DAS PUBLIKUM?

Einrichtung: Spot auf Bühne gerichtet, Aufnahmegerät installiert.

Alle sitzen im Publikum. Einzeln geht jede nach vorn und stellt eine Frage ans Publikum die beginnt mit „Glaubst du / Glaubt ihr, dass…“

AUDIOMATERIAL: „12_A_Fragen zu Vor-Erwartungen des Publikums_Caro“

Bist du dir sicher, dass …?

Weißt du, ob/wie/warum …?

Könnte (der das und das tun?/ es sein, dass) …?

Ist dein Husten ein Zeichen/Symptom dafür, dass…?

Hast du erwartet, dass …?

Gehst du davon aus, dass …?

Hast du gedacht, …?

Werde ich/werden wir gleich…?

Kann ich/kannst du …?

Standest du auch schon mal auf der Bühne und wusstest nicht, was du sagen solltest?

Wusstest du, dass …?

Willst du auch mal nach vorne kommen?

Willst du auch mal durch dieses Mikro sprechen?

Welche Dramaturgie bringt das Publikum zum Handeln?

Welche Spielprinzipien? Welche Räume?

Siehe individuelle Notizen. Diese sind geheim, denn der Plan ist, dass jede mit den anderen unangekündigt ihre Idee zur Aktivierung ausprobiert ohne dass die anderen davon wissen.…
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15.
Jul
2016

Logbuch #25 Woche 1

06/07

WIE WOLLEN WIR IN DIESEM MONAT ARBEITEN?
Marja, Linda und Isi erstellen einen Zeitplan inklusive
Schwerpunktlegung für die Anwesenheiten der unterschiedlichen
Gäste.
Jeden Tag wollen wir (mindestens) eine Forschungsfrage stellen.

NAI WENS ÜBERLEGUNGEN ZU IHRER POSITION

  • Distanz halten und konstante, begleitende Außenposition
    einnehmen
  • 3 Ebenen: 1. CHR//SCHW, 2.Gäste, 3. Nai Wen

NAI WEN MODERIERT:
WIE GEHEN WIR MIT EINEM KONFLIKT UM?
Wir erstellen Sammlungen individueller Bedürfnisse zu verschiedenen
Überpunkten. Hieraus soll in einem zweiten Schritt ein gemeinsames
Manifest formuliert werden. Dieses soll helfen einen Rahmen für ein
(Konflikt-)Gespräch zu erstellen, das eine externe Person moderieren
soll.

  • Umgebung ; Raum ; Rahmen
  • Wer soll dabei sein (intern, extern)?
  • Tempo (…muss noch klarer definiert werden)
  • Innere Einstellung bzw. Haltung
  • Methoden
  • Bedürfnisse vor und während des Gesprächs

07/07

WIE WOLLEN WIR DIE ZEIT MIT CARO (bis 13/07)
STRUKTURIEREN?
Brainstorm über Strukturierungsmöglichkeiten eines ARBEITSTAGES. Es ergibt
sich die Erstellung einer „Schablone“ eines Tagesablaufs, den wir von nun an
ausprobieren möchten. Änderungen sind nach Absprache möglich.
Absprachen werden im Arbeitsraum getroffen.

WORAN UND WAS WOLLEN WIR ARBEITEN? WORAN WOLLEN
WIR INHALTLICH UND METHODISCH FORSCHEN?
Brainstorm jede für sich. Dann stehend jeden Zettel vorstellen, während
eine andere den Zettel in eine prozesshaft entstehende Struktur an die Wand
klebt. Aus unseren Ideen erstellen wir einen WOCHENPLAN.

NAI WENS ABSCHIEDSINPUT
Was muss passieren, damit ich nach der Residenz das Gefühl habe, dass ich mich
weiterentwickelt habe? Was wünsche ich mir von NW oder von der Gruppe
um ersteres zu erreichen? Was nehme ich mit von der bisherigen Zeit mit NW?
Everything happens for a reason. Every encounter makes sense. Every moment
counts.

Schlusskreis: Was haben wir heute rausgefunden?

 

08/08

WAS VERSPRECHEN SICH CHRISTIANS//SCHWENK VON
DER ZUSAMMENARBEIT MIT CARO?
Tagesbeginn: Musik Isi
Eingrooven Caro: Früchte- und Gemüse Reihenfolge
Caro leitet MAMMALS (AT) Reflexion
Caro probiert eine Interviewmethode aus, bei der wir auf einem Blatt
zeichnend jede Etappe der Stückentwicklung und der Aufführungen,
ebenso wie die Zeiten dazwischen Revue passieren lassen.…
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