Kreativität

Kreativität jenseits von Vermarktungs- und Ergebniszwängen zu fördern, wird längst in weiten Bereichen der Wirtschaft als notwendiger Motor für lnnovationen angesehen. Jede Erfindung, wie bsp. das lpad, basiert auf einer verrückten ldee und deren Erforschung..

Eine kleine Geschichte: Das amerikanische Unternehmen Xerox war in den 1970er Jahren marktführender Hersteller von Fotokopierern. Aufgrund eines auslaufenden Patents rief das Unternehmen die führenden Computertechniker zusammen und steckte sie in ein Labor. Eine konkrete Aufgabe gab es nicht, nur etwas Neues zu entwickeln.

In diesem Labor wurde unter anderem der erste Laserdrucker erfunden, genauso wie das Ethernet, das Konzept des Laptops wurde dort entwickelt und die erste grafische Benutzeroberfläche erstellt.

Auch im personellen Bereich setzen heute viele Großkonzerne zum Beispiel Geisteswissenschaftler in Bereichen wie dem Personalmanagment ein. Der studierte Philosoph hat einen anderen Blickwinkel. Und Differenz birgt Reibungspotential. Das hat auch der Psychologe und Unternehmensberater Prof. Peter Kruse aus Bremen längst erkannt. Hier ein spannender Beitrag von ihm zu Kreativität und deren Rahmenbedingungen..

Es scheint nun ein wenig so, als gäbe es die Kreativen und die, die es eben nicht sind. Und vielleicht ist uns das auch aus dem eigenen Umfeld gar nicht so unbekannt? Spaltet denn die Veranlagung zur Kreativität die Menschen? Was können die „Unkreativen“ besser? Könnte die Kreativität vielleicht auch Bereiche vereinen, von denen das bisher nicht denkbar war? Der Journalist und Autor, Wolf Lotter, hat diese und ähnliche Fragen in dem Text „Die Gestörten“ aufgegriffen und vereint darin Wahres und Witziges zu diesem Thema. Der Text erschien im Rahmen des Dossiers „Die Zukunft der Arbeit“ im Wirtschaftsmagazin „brand eins“, das Lotter 1999 mitbegründet hat.

Das flausen- Stipendium will die Rahmenbedingungen von Kreativität für den Bereich der darstellenden Kunst schaffen. Die Grundidee ist es, Kreativität zu ermöglichen und zu fördern. Deshalb bietet das Stipendium Raum und Zeit ohne den Zwang ein Ergebnis zu produzieren. Ein FreiRaum soll geschaffen werden, der intensive Forschung und Experimente gewährt. Auf diese Weise soll Innovation in der darstellenden Kunst und die Entwicklung des eigenen Stils vorangetrieben werden.

Wichtigstes Auswahlkriterium für die Vergabe des Stipendiums ist deshalb die Idee, mit der sich die Künstler bewerben:

1) Die Idee muss dem Wagnis und Experiment verschrieben sein, also Neuland für die Künstlergruppe bedeuten, welches ein Scheitern der Idee nicht ausschließen kann.

2) Die Idee sollte thematische Relevanz besitzen und sich in einem gesellschaftlichen Bezug verorten.

3) Die Idee muss den besonderen Förderungsrahmen des Forschungsstipendiums benötigen, um verwirklicht werden zu können. (Eine reine Produktionsförderung ist für die Projektidee ausgeschlossen.)