Logbuch #27 Woche 3

Mittwoch, 15. Februar
Andreas

Training.

Texte werden redigiert und das Logbuch der 2. Woche auf Stand gebracht und abgeschickt.

Ein Interesse weckendes, Laune machendes Pressefoto wird gebraucht. Von unserem Thema einer Tischgesellschaft ausgehend legen wir erst unsere Flipchart-Blätter aus und bauen eine „Tafel“, Rahel bearbeitet das Foto mit Photoshop.

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Aus der Fotoarbeit wird ersichtlich was für einen großen Ideenpool wir haben.

Wir gehen die einzelnen Stationen durch. Was für inhaltliche Fragen, was für spielerische  Situationen tun sich auf. Diese Fragen immer stark vor dem Hintergrund einer sprachgesteuerten Überwachung unserer 4 Zeiten durch einen Computer. Was für ein Programm braucht es? Tobias Schmitt, ein Informatiker, kommt am Montag und wird uns beraten. Die Performer müssten dann spontan reagieren mit den von ihnen vorbereiteten Szenen, Lectures, Monologen auf das jeweilige angesagte Thema.

Wir recherchieren nach Kochgeräten (Asiatischer Feuertopf) für die Tafel.

Angelika stellt ihre Lecture über Zeit und Pause vor.

Vorstellung der „Szene“ aus Daths Roman Deutsche Demokratische Rechnung „Beratungen sind die halbe Verwaltung“, Lesen mit verteilten Rollen.

Überlegungen, wie wir sozialistische Übungen als Körper-Raum Erfahrung umsetzten könnten.

Rahel erzählt anhand von Internet-Artikeln: Wie der Tisch im Barock zur Bühne wurde.

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Donnerstag 16. Februar
Rahel

Scheint mir, seit gestern hat sich etwas unmerklich verlinkt, auch wenn wir’s leider noch nicht auf der Bühne erprobt haben.

Steffen hat Textauszüge zur Einteilung der 4 Zeitsorten heraus gesucht. z.B. aus Staat und Revolution von Lenin: 6h körperliche Arbeit, 4h politische Arbeit. Bei Dath: 5h Arbeitszeit, 5h politische Zeit (einschl. organisatorische Arbeit). Wir reden über die Wichtigkeit des Zufalls, der Zeitverschwendung, der Pause (Christa Wolf, Dath).

Angelika merkt an, dass wir die Summerhill School (antiautoritäre Erziehung) auch mit rein nehmen sollten.

Haben die Bühne umgebaut mit langer Tafel, Mikros und Kamera, 2 Leinwänden, Keyboard, Kredenztisch, Garderobe, Eck für unbestimmte Zeit…

Angelika zeigt uns Artikel zu Roboterwesen aus Oxi und Moderner Technik, die wir z.B.…
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Logbuch #27 Woche 2

Mittwoch, 8. Februar
Andreas

Feldenkrais und Stimmtraining nach Kristin Linklater.

Danach ist der Tag so geplant, dass jeder für sich alleine forscht.
Thema liegt in der Luft. Die Dathsche Einteilung der Zeit nach:

1. Arbeitszeit
2. Politische Zeit
3. Unbestimmte Zeit
4: Konsumzeit

Das war nicht explizit eine Aufgabe, die wir uns vorgenommen hatten, aber unabgesprochen waren wir alle vier in die gleiche Richtung inspiriert.

Am späten Nachmittag Vorstellen der Ergebnisse:

Andreas: Planspiel, brettspielartig,
Rahel: Verschiedene Aspekte eines Planspiels mit architektonischem Blick.
Angelika: Planspiel mit Einbeziehung einiger bisherigen Ideen (Computer, Roboter u.s.w.)
Steffen: Planspiel verwandt mit Angelikas mit noch anderen literarischen Aspekten.

Donnerstag 9. Februar
Angelika

Der Morgen – mit Theorie gefüttert werden:

Steffen liest aus: Hans Christian Dany: Morgen werde ich Idiot. Kybernetik und Kontrollgesellschaft.
Die goldenen 70er Jahre der Kybernetik sind schon vorbei. Gibt es ein Comeback?

Liest aus: D. Dath Der Implex. Das Neue gibt es nicht ohne das Alte.

Und vom selben Autor aus Lichtmächte (von 2013) D.D. vergleicht Strategien und Taktiken der Aufklärung mit heute. Es braucht: Manifeste, Netzwerke, Clouds. Befinden wir uns bereits in einem neuen Daten-Feudalismus? Und Auswertung und Diskussion über das Gehörte – tolle Texte, die könnten verwendet werden.

Vorbereitung: Arbeitsaufträge wenn die Musiker da sein werden – und wir fragen nach einem Klavier.

Feldenkraistraining.

Auf der Bühne – die neuen Vorschläge für den Raum konkret ausprobieren. Könnte die Tribüne abgebaut werden um denn gesamten Raum zur Verfügung zu haben. Frage Trennung Zuschauerraum – Aktionsraum?

Wir erproben inwieweit Sound – Text – Gespräche – Diskurse – ein theatraler Monolog nebeneinander im Raum möglich wären. Da werden wir genau achten müssen was zur gleichen Zeit parallel geschehen kann.

Gespräch mit Winfried über technische und inhaltliche Fragen, vor allem wie ist der Zuschauer als Teilnehmer einzubeziehen ohne ihn/sie abzuschrecken oder zu überfordern?
Das kann am ehesten gelingen, wenn es einen Vorlauf gibt, Zeit und klare Spielregeln – lustvolle.…
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Logbuch #27 Woche 1

Flausen Residenz #27 „Deutsche Demokratische Rechenprobe“
Logbuch
– Erste Woche –

Mittwoch, 1. Februar
Andreas, Wu Wei Theater

1. Tag in Oldenburg. Ankunft im Theater Wrede. Wir, Wu Wei Theater Frankfurt und helfersyndrom, zwei Generationen mit unterschiedlichen biographischen Erfahrungen und Theatersprachen, dürfen nun gemeinsam künstlerisch erforschen, wie und ob man den Computersozialismus performativ (unter unserem Platzhalternamen „Planspiel“) umsetzen kann.

Mit dem Wort „Forschen“ hab ich immer etwas Schwierigkeiten, wenn ich mir einen künstlerischen Prozess“ vorstelle. So trocken. Interessant ist, dass wir gestern Nacht beim „Absacker“ in der Wohnung über Daniel Kehlmanns Roman Vermessung der Welt redeten und, dass dieser so gut reüssierte, weil dem Leser womöglich das Thema „zerstreuter Professor“ so gut gefiel. Er konnte sich dabei wohl gut über die „trockenen“ Wissenschaftler belustigen. Vielleicht aus diesem Grund mein komisches Gefühl.

Aber absolut überwog jedoch gestern der so warme Empfang des Theater Wrede Teams. Winfried, Marga, Mareike. Absolut beeindruckend mit welchem Elan, politischem Engagement, persönlichem Einsatz (Winfried Wrede an der Spitze) sie diese Idee von Flausen darstellen und uns offerieren. Ein ganzes Theater, mit Generalschlüssel, für 24 Stunden am Tag, für vier Wochen, mit Infrastruktur, Kaffeemaschine, Technik, Fahrräder und einer Riesenwohnung. Ein Traum.

Die Bedingung  ist nur: Ihr dürft, ihr sollt machen was ihr wollt (zu eurem Thema) ihr sollt Umwege gehen. Ihr dürft sogar Scheitern. Es muss, es soll am Ende gar kein schon fertiges Stück dabei herauskommen. Ihr dürft scheitern.

Es fällt mir der schöne Satz von Peter Brook ein: „Der Blinde führt den Lahmen“. Oder das weiße Blatt, vor dem der Schriftsteller am Anfang eines Buches sitzt. Oder Peter Löscher, der drei Wochen vor der Premier sagte „Ich habe keine Ahnung“ – und dann ging er aufs Klo und hatte Dünnschiss.

Das ist vielleicht das Schwerste für uns „Macher“ zu sagen ich bin bei Null, und mache nicht gleich das erste Beste.…
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Logbuch #26 Woche 3

Montag, 15. August 2016

Betti und Caro lesen eine transkribierte Sitzung des ZK (11. Plenum) und sind überrascht, dass bei dieser Lektüre der Eindruck entsteht, Ulbricht hätte weitaus größere Ideen und Verbesserungsvorschläge gehabt als Honecker und auch den Kulturschaffenden – natürlich nur durch Moskaus Unterstetzung – mehr Freiheit gewährleistet hat (oder das wollte). Für unsere Serie harn wir einen Entscheidungspunkt gefunden. Wollen die Teilnehmer*innen Ulbricht oder Honecker und wenn sie sich für Ulbricht entscheiden, gibt es eine weitere ökonomische Verbesserung. Von unserem Mentor Björn erfahren wir, dass viele so gedacht heben und den Abtritt Ulbrichts bedauern (Peter Hacks ebenfalls) und von Betti erfahren wir noch eine merkwürdige Anekdote, dass Ulbricht von Honecker verlangt hätte, seine Frau zu verlassen und die Mutter (Margot) seines unehelichen Kindes zu heiraten. wir fragen uns, ob das stimmt. Szenisch könnte es was hergeben. Am Abend singen wir chronologisch: Die Kaiser-Hymne, die frühere und jetzige Hymne, die Nationalhymne der DDR, die Kinderhymne von Brecht und sind uns alle einig, dass die Nationalhymne der DDR einfach die beste ist. Zur Komplettierung nehmen wir noch “Lobet den Herrn2 und “Ode an die Freude” hinzu. Nold soll sich überlegen, wie sih damit spielen lässt und Betti erprobt einen Barocktanz zur DDR- Hymne. Was war eigentlich das Zeitalter, mit dem die DDR verglichen wurde?

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Dienstag, 16. August 2016

Nils erhält ein DDR-Spiel, in dem es darum geht, durch Korruption, Meuterei und Vetternwirtschaft die Position des Staatssekretärs zu erlangen. Wir spielen das Spiel falsch, aber können uns einige dort zu findenden Anweisungen bediene für unsere Serie. Danach befragen wir Ralph und Björn nach Anekdoten der DDR. Abgesehen davon beim Anderen vorbeizugehen und an seiner Haustür zu klingeln, gibt es nur Weniges, was sie dem Realsozialismus noch abgewinnen können. Wir sammeln aber auch während des Gesprächs Beschreibungen von Atmosphären, Düften, Gerüchen, die wir auf die Bühne übertragen können.…
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Logbuch #26 Woche 2

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Logbuch #26 Woche 1

ZUR SONNE ZUR FREIHEIT

ELEGANZ AUS REFLEX

FLAUSEN BIELEFELD AUGUST 2016

1. Muss eine Utopie immer als zukünftig bleibende gedacht werden im sinne eines Begehrens, eines universalistischen Orientierungspunktes in der Zukunft? Begehren verliert notwendig seine Struktur, sobald es eingelöst wird. bzw. zur nüchternen Realität wird.

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2. Märchen vom Sozialismus:

Warum gibt es bei uns keine Grafen und Gutsbesitzer mehr?

Damit sich auf den Schlössern viele Kindergartenkinder erholen können.

Als ich so alt war wie ihr, saß hier allein ein Gutsbesitzer. Kein Kind durfte im Park spielen und die armen Bauern mussten für ihn arbeiten. Noch vor Tag schon musste ich ins Schloss und ihm die vielen Stiefel putzen. Und ich hatte im Winter nur Holzpantinen.

Das ist ungerecht.
Das ist ungerecht.

Ja, es war ungerecht. Überall war es so. Deshalb haben wir die Grafen und Gutsbesitzer weggejagt. Und deshalb können Kinder jetzt bei uns in Schlössern wohnen, und ich brauch keine Gutsbesitzerstiefel mehr zu putzen.

Ist das richtig?
Es ist richtig so!

Das heute Kinder in den Schlössern wohnen können, das ist schöner als alle Märchen zusammen.
Ja.
Ja.

 

3. Stefan Heym resümiert ’89: “Sämtliche Revolutionen sind danebengegangen.” Wie kann die Beteiligung der Bürger am Aufbau und Erhaltung einer alternativen Form des Zusammenlebens gestaltet werden bzw. wie durchlässig darf oder muss ein (utopischer) Gesellschaftsentwurf für die konkreten Befindlichkeiten und Interessen der Menschen sein?

 

4. In Havemanns Utopie werden die Häuser, in denen die Familie aber auch einzelne Utopianer wohnen, in einer Weise beschrieben, die an die Bauten der Architekten Neutra und Schindler erinnern. […]

Landschaften und Gegenstände werden anthropomorphisiert. Das Matriarchat steht in Utopia nicht für die Herrschaft der Frau über den Mann, sondern für Gleichberechtigung in Achtung der Differenzen.

Wie kommt es, dass mindestens 2 von 3 künstlerischen Arbeiten in Utopia eigentlich keine künstlerischen Arbeiten sind, sondern bloßer Ausdruck der Innerlichkeit/Befindlichkeit irgendeines Menschen?…
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Logbuch #25 Woche 4

28/07

IMPROVISATIONEN + SZENISCHE ARBEIT + SHOWING

KÖRPERTRAINING + IMPROVISATION KATALOG

KÖRPERTRAINING (Marja // Isabel // Ayelén).

IMPROVISATION (Isabel // Marja // Ayelén): Es werden Choreografien zu Golschans Katalog “Normierende Anpassungsbewegungen” ausprobiert und weiterentwickelt.
SZENISCHE PROBE

(Isabel // Marja // Ayelén): Texte werden entwickelt, besprochen und in eine Abfolge gebracht. Vorbereitung des Showings.
Showing

mit Ayelén // Denise // Winfried // Lou als Zuschauer*innen. (VIDEO)
GESPRÄCH:
Winfried:

  • Einlassituation: das Anfangsbild hat eine starke Wirkung aufgrund der Pose und den kleinen, ruhigen Veränderungen in Bewegungen von I+M; Publikumsbezug ist spannend aufgrund der kurzen Verwirrung bzgl. genauen Platzwahl und der Steuerung durch die Blicke von I+M.
  • Insgesamt ist die Kommunikationssituation zwischen Performerinnen und Publikum angenehm (direkter Blickkontakt hat auffordernde, einladende Wirkung). Es entsteht, gerade am Anfang, eine Wachsamkeit des Publikums, die eine Hierarchie zwischen Performerinnen und Zuschauer*innen umgeht. Die zwischenzeitliche Nähe (Zoom-Bewegung) zum Publikum hat animierende Wirkung, es entsteht die Erwartung, dass das Publikum auch körperlich stärker eingebunden wird.
  • Es entstehen deutliche Bilder über Machtverhältnisse durch das Bewegungsprinzip mit dem Elastik-Band (Assoziation: “Gesellschaft zieht Individuum”); das Marionetten-Spiel ist hier besonders eindrucksvoll.
  • Das Routieren // Kreisen (Zoom-Bewegung) bleibt unklar in seiner inhaltlichen Bedeutung.
  • Bei dem Text daily white privileges besteht die Gefahr, die Aufmerksamkeit des Publikums zu verlieren (englische Sprache als Herausforderung//Barriere).
  • Die inhaltliche Bedeutung der Bildcollage bleibt unklar.
  • Anfangs gibt es inhaltlich einen klaren Publikumsbezug bzw. Bezug zur theatralen Grundsituation. Dieser verliert sich im Verlauf der Szene. Dadurch bleibt der Zusammenhang zwischen den beiden Themenfeldern unklar. Möglichkeiten: Zusammenhang durch Motiv des Rucksacks stärker machen; inhaltlichen Fokus setzen.

Lou:

  • Partizipation des Publikums: anfänglich sehr stark. Es kommt die Frage auf: Dürfen wir sitzen? Wo dürfen wir sitzen? Durch Blicke wird Publikum am szenischen Prozess beteiligt. Eine Weiterführung und -entwicklung der Interaktionen ist wünschenswert.
  • Inhaltliche Leerstelle: Was sind die konkreten Privilegien der Performerinnen? Es werden allgemeine Privilegien aufgezählt, aber es fehlt die Selbstverortung (“sich lesbar machen”).

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Logbuch #24 Woche 4

Endspurt.

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War das jetzt ein Sprint? Oder taumeln wir auf den letzten Marathon-Metern Richtung Ziel? Es fühlt sich nach beidem an: eine Mischung aus ewiger Alltäglichkeit – der Weg zum Theater funktioniert schon im Halbschlaf – und der Erinnerung doch gerade eben erst die Kombination fürs Fahrradschloss bekommen zu haben.

Wir sammeln noch mal unsere Ideen und Kräfte und ziehen Bilanz.

Was haben wir geschafft? Was wollen wir noch schaffen? Sind wir mit unseren bisherigen Ergebnissen zufrieden? Konnten wir unserem Themenkomplex Ernährung-Lebensmittel-Backen formulierbare Erkenntnisse oder Ergebnisse abgewinnen?

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Ende der vierten Woche gibt es das Making-Of – nach unseren Recherchen und Versuchen in alle möglichen Richtungen ein klares Ziel und gleichzeitig auch ein Konflikt: Sollen wir das letzte Viertel unserer Zeit auf diesen Abend als Produkt hinarbeiten? Oder bleiben wir in unserem Recherche-Modus aus Try-and-Error?

Wie in unserer ersten Woche beginnen wir mit Diskussionen und merken: es hat sich eine gemeinsame Sprache hergestellt, ein Back-Sprech, ohne dass wir es gezielt darauf angelegt hätten. Jeder von uns hängt an einer anderen Idee, möchte etwas unterschiedliches ausformulieren, planen oder neu entstehen lassen und dennoch bewegen wir uns alle in der gleichen Backstube aus Referenzen, Verweisen und Erkenntnissen.

Die Arbeit mit unserem Mentor Paulo wirkt noch in jedem von uns nach. Die haptischen Ansätze der Arbeit mit ihm, sowohl was unsere Materie – Backwaren in allen möglichen Aggregatszuständen – als auch unsere Körper angeht, haben uns dem Thema näher gebracht und auf eine intime Art vertrauter gemacht. Der Umgang mit Thema und Material ist sensibler und gleichzeitig zupackender geworden.

Wir beschließen weitere Versuche – wann werden wir in der normalen, produktorientierten Produktionsmühle jemals wieder soviel Zeit und Muße nur fürs Ausprobieren haben? – und einen dokumentarischen Ansatz für den finalen Abend.

Dennoch merken wir gleich: es ist gar nicht so einfach, sich noch mal bewusst gegen das Präsentieren-Wollen/Müssen zu entscheiden.…
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Logbuch #25 Woche 3

21/07 (home office und home studio in der Wohnung)
Reflexion der Zeit mit Golschan

Warum laden wir wen ein? Besser Leitung und Moderation übernehmen als bisher.
Was konkret wollen wir von und mit den Kollaborateur*innen arbeiten?
Klares Delegieren von Aufgaben.
Gemeinsames Kurzschließen & Update über ENTSCHEIUGNE, die (NICHT-)VERANTWORTLICHKEITEN definieren.
Vorbereitungen um gemeinsam arbeiten zu können (Isi + Marja) / Situation des gemeinsamen Arbeitens zu schaffen: Klären wer und warum; Framing und Moderationsvorschläge; Kommunikation im Vorhinein (1.bisheriger Probenstand, 2.gemeinsame Fragestellungen); Abschluss / Reflexionsformat vorbereiten + WIE wir weiter mit dem Input arbeiten.
VIDEOMESSAGES FÜR JEDE KOLLABORATEURIN

Szenische Vorbereitung der Einführung von Denise, Nai Wen und Ayelén

Wir schreiben jede persönlich kleine Briefe an die Gäste. Drei verschiedene Stühle repräsentieren die Gäste. Je nachdem wie der Brief geschrieben ist, wie der Zettel aussieht, wo genau der Zettel befestigt wird am Stuhl hat eine Bedeutung.

Thema: Was wünschen wir uns von der Zusammenarbeit mit dir?

Video: „21_Videomessages“

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22/07

BEGRÜSSUNG UND EINFÜHRUNG NAI WEN, DENISE BIERMANN UND AYELÉN CANTINI

VIDEO: „3 Willkommensvideos in der Wohnung“
Gemeinsames Gespräch danach:

DENISE:
Interessantes Mittel szenisch wie man die Gruppe zeigen kann, wie stellt man Kollaboration szenisch dar? Mit Mitteln von Positionierung, Distanz ecc

a) Gastspielplanung: MAMMALS
Ist-Perspektive: Was ist da an Kontakten? Ausgehend vom Rahmen Niedersachsen (Förderung und Orte). Welche Interessenten gibt es gerade für Mammals?

Soll-Perspektive: Wen finden wir geil, Häuser, Menschen, KuratorInnen? Welches Publikum wollen wir haben?
–> Wichtig ist sich festzulegen und konkret zu werden.
b) Form des Kollektivs.
GBR? Kleiner Rahmen: Wie Proben organisieren? Wie wollen D+L sich beteiligen (das hieße künstlerische Beteiligung)?

c) Gespräch über Unfall
Konflikt aufdecken und „klar zu kriegen“ wäre wichtig für die gesamte Arbeit. Latenter Konflikt bricht immer wieder aus, Wunsch ihn anzupacken. Wie ist das mit Parteien, Denise ist Freundin von beiden, fühlt sich nicht unbefangen. Form besprechen ist wichtig.…
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Logbuch #24 Woche 3

Logbuch BACKSHOP – Woche 3

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Es ist viel zu heiß zum Arbeiten, aber wir haben die Zauberworte vergessen, wie wir den Backofen stoppen könnten… Wir verlegen die Proben in den Abend, um den heißesten Stunden zu entgehen. Paulo, unser Mentor, ist noch da und wir fangen an, die Erkenntnisse aus dem Intensiv-Workshop der zweiten Woche auf die Materialien Teig und Brot anzuwenden.

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Das inhaltliche Interesse weicht immer stärker einem formalen. Die Ästhetik des Materials fasziniert uns. Der Hefeteig ist z.B. in einer stetigen Veränderung. Er ist kaum zu animieren, da er sich ganz von alleine immer weiter bewegt, immer weiter wächst, wenn man ihn alleine lässt. Bekommt man ihn in die Finger, schrumpft er wieder zusammen. Wieder kneten, wieder warten. Eine Übung in Geduld. Innehalten. Warten.

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Bewegen. Stop. Motion. Eine Live-Kamera wird installiert, der Teig agiert jetzt für die Kamera. Körperteile der Performer kommen in den Bildausschnitt dazu. Finger werden zu Beinen. Der Teig zur Totenmaske. Am Ende des Herumexperimentierens steht die Frage im Raum, ob wir jetzt noch eine Pizza aus dem Teig backen wollen zum Abendessen. Wir entscheiden uns dagegen, irgendwie etwas komisch, einen Kollegen aufzuessen.

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Generell kommt das Thema „Kannibalismus“ in den letzten Tagen immer wieder auf. Mit Paulos Hilfe machen wir eine zweite Version des Mini-Stop-Motion-Films, in dem ein Brötchen von anderen aufgefressen wird.
https://www.youtube.com/watch?v=M8dhxc3G8jk
Auch hier wieder eine Übung in Geduld. In der Schwüle der Bonner Sommerhitze. Wir schauen Filme von Jan Švankmajer, u.a. einen wundervollen Stop Motion Film über Menschen, die anderen als „Ernährungsmaschinen“ dienen. Aus dem Bauch wird eine Wurst mit einem Aufzug nach oben gefahren, die dann aufgegessen wird. Wir experimentieren weiter mit der Verbindung von Körpern und Lebensmitteln, Teigmasken, etc.

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Am letzten Tag von Paulos Aufenthalt weiten wir die Animation auf weitere Gegenstände aus: Messer, Pfannen, Löffel. Ein Schneebesen hat ein Rendez-vous mit einem Dosenöffner, eine Pfanne wird mit zwei Händen als Beine zur grotesken Schildkröte.…
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Logbuch #25 Woche 2

11/07

FORSCHUNGSFRAGE:

WAS IST POLITISCH?

Wir gehen durch den Raum und sammeln Sätze mit dem Satzbeginn „Politisch ist, wenn….“.

AUDIOMATERIAL: „11_A_politisch ist, wenn_Isi/Caro”

(Kursiv werden Titel von Audio-, Video- und Textmaterial geschrieben, die auf der Festplatte von Christians // Schwenk archiviert werden.)

Voneinander lernen:

Wir lernen von Isi wie sie auf der Bühne das Aufmerksamkeits-Gummiband zu einer*m Bühnenpartner*in halten kann und gleichzeitig jede*r im Publikum das Gefühl gibt, wahrgenommen zu werden.

Wir lernen von Caro wie sie einen Raum betreten und eröffnen kann. Isi erhält eine konkrete Performance-Aufgabe, die sie für 2 Jahre ausführen soll: Beim Betreten des Raumes soll sie erstmal „aha“ sagen.

Vokabular etablieren zu diesen Techniken:

„Batzen“ = Die Zuschauenden als Batzen wahrnehmen, immer den ganzen Batzen

„Schäfchen einzäunen“ = zum Raum eröffnen checke ab wo sind deine Schäfchen, dann zäune sie gleichmäßig und gleichzeitig ein

Fotowoche 2

12/07

FORSCHUNGSFRAGE:

MIT WELCHEN VORERWARTUNGEN KOMMT DAS PUBLIKUM?

Einrichtung: Spot auf Bühne gerichtet, Aufnahmegerät installiert.

Alle sitzen im Publikum. Einzeln geht jede nach vorn und stellt eine Frage ans Publikum die beginnt mit „Glaubst du / Glaubt ihr, dass…“

AUDIOMATERIAL: „12_A_Fragen zu Vor-Erwartungen des Publikums_Caro“

Bist du dir sicher, dass …?

Weißt du, ob/wie/warum …?

Könnte (der das und das tun?/ es sein, dass) …?

Ist dein Husten ein Zeichen/Symptom dafür, dass…?

Hast du erwartet, dass …?

Gehst du davon aus, dass …?

Hast du gedacht, …?

Werde ich/werden wir gleich…?

Kann ich/kannst du …?

Standest du auch schon mal auf der Bühne und wusstest nicht, was du sagen solltest?

Wusstest du, dass …?

Willst du auch mal nach vorne kommen?

Willst du auch mal durch dieses Mikro sprechen?

Welche Dramaturgie bringt das Publikum zum Handeln?

Welche Spielprinzipien? Welche Räume?

Siehe individuelle Notizen. Diese sind geheim, denn der Plan ist, dass jede mit den anderen unangekündigt ihre Idee zur Aktivierung ausprobiert ohne dass die anderen davon wissen.…
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Logbuch #24 Woche 2

Logbuch Woche 2

Weiterbacken. Weitermachen. Wir brauchen mehr Teig. Wir brauchen mehr Masse. Wir brauchen baufähiges Material. Bauen mit Teig ist schwieriger als gedacht. Ist er zu hart und dünn, kann man ihn nicht mehr kleben, ist er zu weich, fällt alles auseinander. Egal, weitermachen, ausprobieren, anderer Teig. Der Theatersaal verwandelt sich in eine Backstube.

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Eins ist klar: Zum Backen werden nur Bio-Eier gekauft, zu viele Dokus über schlecht behandelte und massengezüchtete Hühner gesehen… Luxusprobleme? Waschen wir uns so von unseren Sünden frei? Wie war das nochmal mit dem Ablasshandel?

Ähnliche Gedanken bei der Abholung zwei riesengroßer Kartons übriggebliebener Brötchen einer Bonner Bäckerei. Mit diesen Brötchen wollen wir Kunst machen. Brotpuppen, Brotlandschaften, Brot, Brot, Brot… Dennoch ist es fast nicht zu ertragen, dass man gleichzeitig weiß, normalerweise wird das alles weggeschmissen.

Lesen von Texten: Derrida, Mauss, Baudrillard, Baudelaire, Welthungerhilfe, Dambisa Moyo, Thilo Bode, Wolfgang Ullrich,…

Sind wir jetzt schlauer? Vieles haben wir schon mal gehört… vielleicht nicht so detailliert, aber dennoch kennen wir alle den teuflischen Kreislauf der Welt, der am Ende alle Probleme im Hunger zusammenführt: Exportinteressen der ersten Welt, Kriege überall, Abkommen wie das TTIP oder CETA, Korruption, 1+1=jeder macht seins. Und trotzdem rühmt man sich mit großen Summen für die Entwicklungshilfe.

Ein Gedanke, der uns interessant erscheint, ist das Motiv der „Gabe“. Gibt es sie überhaupt? Laut Derrida gibt es sie in einem Kreis der Ökonomie nur, wenn beide Seiten – also Geber und Empfänger – eigentlich nichts von der Gabe wissen. Sobald auch nur eine Seite weiß, dass sie z.B. „etwas Gutes getan hat“, befindet man sich im ökonomischen Kreis, der in erster Linie über Tausch definiert wird. In dem Moment, wo ich eine gute Tat vollführe, will ich unbewusst auch eine Gegenleistung, wie auch immer diese aussieht.

Gegen Ende der Woche ein neuer Input:

Erster Puppenworkshop mit Paulo Duarte.…
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Logbuch #25 Woche 1

06/07

WIE WOLLEN WIR IN DIESEM MONAT ARBEITEN?
Marja, Linda und Isi erstellen einen Zeitplan inklusive
Schwerpunktlegung für die Anwesenheiten der unterschiedlichen
Gäste.
Jeden Tag wollen wir (mindestens) eine Forschungsfrage stellen.

NAI WENS ÜBERLEGUNGEN ZU IHRER POSITION

  • Distanz halten und konstante, begleitende Außenposition
    einnehmen
  • 3 Ebenen: 1. CHR//SCHW, 2.Gäste, 3. Nai Wen

NAI WEN MODERIERT:
WIE GEHEN WIR MIT EINEM KONFLIKT UM?
Wir erstellen Sammlungen individueller Bedürfnisse zu verschiedenen
Überpunkten. Hieraus soll in einem zweiten Schritt ein gemeinsames
Manifest formuliert werden. Dieses soll helfen einen Rahmen für ein
(Konflikt-)Gespräch zu erstellen, das eine externe Person moderieren
soll.

  • Umgebung ; Raum ; Rahmen
  • Wer soll dabei sein (intern, extern)?
  • Tempo (…muss noch klarer definiert werden)
  • Innere Einstellung bzw. Haltung
  • Methoden
  • Bedürfnisse vor und während des Gesprächs

07/07

WIE WOLLEN WIR DIE ZEIT MIT CARO (bis 13/07)
STRUKTURIEREN?
Brainstorm über Strukturierungsmöglichkeiten eines ARBEITSTAGES. Es ergibt
sich die Erstellung einer „Schablone“ eines Tagesablaufs, den wir von nun an
ausprobieren möchten. Änderungen sind nach Absprache möglich.
Absprachen werden im Arbeitsraum getroffen.

WORAN UND WAS WOLLEN WIR ARBEITEN? WORAN WOLLEN
WIR INHALTLICH UND METHODISCH FORSCHEN?
Brainstorm jede für sich. Dann stehend jeden Zettel vorstellen, während
eine andere den Zettel in eine prozesshaft entstehende Struktur an die Wand
klebt. Aus unseren Ideen erstellen wir einen WOCHENPLAN.

NAI WENS ABSCHIEDSINPUT
Was muss passieren, damit ich nach der Residenz das Gefühl habe, dass ich mich
weiterentwickelt habe? Was wünsche ich mir von NW oder von der Gruppe
um ersteres zu erreichen? Was nehme ich mit von der bisherigen Zeit mit NW?
Everything happens for a reason. Every encounter makes sense. Every moment
counts.

Schlusskreis: Was haben wir heute rausgefunden?

 

08/08

WAS VERSPRECHEN SICH CHRISTIANS//SCHWENK VON
DER ZUSAMMENARBEIT MIT CARO?
Tagesbeginn: Musik Isi
Eingrooven Caro: Früchte- und Gemüse Reihenfolge
Caro leitet MAMMALS (AT) Reflexion
Caro probiert eine Interviewmethode aus, bei der wir auf einem Blatt
zeichnend jede Etappe der Stückentwicklung und der Aufführungen,
ebenso wie die Zeiten dazwischen Revue passieren lassen.…
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Logbuch #24 Woche 1

BAKESHOP – THE LOG

Try-out-Videos on Bakeshop-channel:
https://www.youtube.com/channel/UCiETq6c5zUvHm-fh1DkWPlg

Bakerman is baking bread sagabona kunjani wena
bakerman is baking bread
you got to cool down take it easy
you got to cool down relax take it easy

Worum geht es, wenn man sich mit Essen beschäftigt bzw. noch spezifischer mit dessen Zubereitung, dem Backen?

#laeuftbeidir hiess früher „kriegst Du’s gebacken?“. Ohne hashtag.

In einer immer digitaleren Welt, in der man Lebensmittel bald mit Hilfe von RFID-Chips und ganz ohne einen anderen Menschen zu bemühen aus dem Supermarkt schleusen kann, ist backen beinahe ein Anachronismus.

Backen ist eine sehr analoge Beschäftigung. Ein haptischer Weg sich dem riesigen Komplex Nahrungsmittel zu nähern.

Wir haben bereits vor mehr als einem Jahr angefangen mit den ersten Überlegungen zu BACKSHOP. Es sollte um Lebensmittel gehen, um deren Konsum und Herstellung, um die physischen Notwendigkeiten, denen wir bei der Nahrungsaufnahme unterliegen, um den Überfluss auf der einen Seite und den Mangel auf der anderen.

Trotz aller Vorbereitungen oder vielleicht auch deswegen, stehen wir jetzt am Rand der Teigschüssel und gucken auf die riesige, klebrige, blasen werfende Diskursmasse unter uns, in die wir uns gleich stürzen werden.

Backen entschleunigt den Arbeitsprozess, immer wieder gibt es Phasen des Backens, des Aufgehens, des Wartens…ungewohnter Rhythmus, der gleichzeitig beruhigt, manchmal aber auch unruhig macht…man ist doch gewohnt, sich non stop in die Arbeit zu schmeißen…Momente des Nachdenkens, Reflektierens, die Ereignisse “sacken lassen”…

Es werden verschiedene Teigarten ausprobiert. Hefeteig, Knäckebrot, Lebkuchenteig. Kann man mit diesen Teigarten z.B. visuelle Landschaften erzeugen? Was können wir bauen? Was wollen wir bauen? Wieviel wollen wir bauen? Was für eine Beschaffenheit sollte der jeweilige Teig haben? Wir machen ein kritisches Projekt zum Thema Essen, backen aber selber was das Zeug hält, wir verschwenden Lebensmittel, um der Kunst willen. Wie können wir das thematisieren ohne moralisch zu sein? Wie figurativ sollen/können unsere Essens/ Backgebilde sein?…
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Logbuch #23 Woche 4

­internil

FRONTEN

In den vier Wochen ihrer Forschungsresidenz beschäftigen sich die Mitglieder von internil am Beispiel des Ukrainekonflikts mit den propagandistischen Potentialen unterschiedlicher Erzählformen. Für jeden der vier Arbeitsblöcke berichtet ein anderes Mitglied vom Forschungsprozess. Aber: Nach den vergangenen Logbuch-Versuchen aus jeweils ¼-Perspektive, hat sich die Gruppe ab der dritten Woche für 4/4 Perspektiven entschieden, hoffend, der ganzen Wahrheit ein Stück näher zu kommen.

4. Block. Woche vom 27. – 30.6.16

Konkrete Arbeit an Erzählformen, Vorbereitung auf Präsentation

27. – 29.
Einarbeiten der Hinweise des Feedbacks von Dienstag: (Reihenfolge wie in Auflistung s. unten)
– C. arbeitet an Verständlichkeit Sprache durch Maske mit Hilfe v. Kollegen und Kolleginnen

– A. arbeitet an Ästhetik des War Games und feilt an Geschichte

– K. integriert Rechercheergebnisse in Science-Slam-Form

– M. arbeitet an Dramaturgie der Geschichte
Feedback hilft.

Präsentation – Vorbereitung mit Suse, letzte Änderungen
Ablauf: Begrüßung im Foyer, Austeilen des Liedtextes ukrainische Nationalhymne, Singen der ukrainischen Nationalhymne, Präsentation einzeln erarbeiteter Erzählformen (Reihenfolge wie in Auflistung s. unten)
Wenig Publikum, das bei Zwischenbesprechungen interessantes Feedback gegeben hat.

Nach der Präsentation
Gemeinsames Erinnern des Feedbacks
4 untersch. Perspektiven werden nach Präsentation beschrieben als stark unterschiedliche Erlebnisse in rationaler und emotionaler Rezeption, Steigerung über den Abend von angenehm/nett zu schlimm/fast nicht zu ertragen

Gemeinsamkeit: Internetrecherche und sich daraus ergebender Umgang mit Information typisch geworden für politisches Verhalten
1. NATO-Märchen: je weiter man sich in Erzählung von Vergangenheit Richtung Gegenwart nähert, desto komplexer erscheinen Zusammenhänge (Historie, die weiter zurückliegt akzeptiert man eher als Märchen – in Gegenwart würde sich möglicherweise eher Widerspruch regen); macht Unterschied, wie alt Publikum ist, wieviel Vorwissen vorhanden ist; Form der Geschichte ist so nett, dass man Leute mit bestimmter Form von Geschichtserzählung verführen kann; Methodik während der Erzählung: erst unbequeme Wahrheiten vorfüttern (Vertrauen aufbauen), um später Fehlwahrheiten einstreuen zu können, denen man nunmehr eher Glauben schenkt

2.…
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