Logbuch #28 Woche 4

Woche  04.
(…machines that move us…)

 

Dienstag:

Theater aufräumen und Überlegungen zum Raumkonzept. Beleuchtung und Beamer werden fest installiert.

Szenische Ideen und Choreografien aus den vorhergegangenen Wochen werden in ihrem Zusammenwirken ausprobiert und auf konzeptionelle und spielerische Zusammenhänge untersucht.

Daraus entwickeln sich neue Veränderungen und neue spielerische Ideen. Einzelne szenische Ideen werden hinsichtlich des Making-Offs aussortiert. Aus dem nicht genutzten Material entsteht ein Archiv-Bereich im Raumkonzept:

image1

image3 image2

Mittwoch:

Durchlauf von den, am Vortag zusammengesetzten, Szenen.

Anschließend technischer Absturz aller Robotik-Geräte.

Nach Problembehebung Präsentation mit Veit Sprenger und Winfried Wrede.

Abschließend Gespräch mit Veit Sprenger und Winfried Wrede:

-Einbindung von unvorhersehbaren Momenten/Peaks/Brechungen

-Dinge 2 x auftauchen lassen

-Idee den Raum mehr zum Akteur werden zu lassen mit Beleuchtungen und Aufmerksamkeitslenkung

-Überlegungen wie man den Zuschauer persönlicher einbinden könnte/ auch räumliche Publikumslenkung

-Wärme vs. Glätte /Scheiße vs. Rundheit – Übrerforderungen einbauen (Menschlichkeit)

-Überlegungen wie Techniker/Technikpulte auch inszeniert werden könnten. Techniker=Zuschauer=?

Donnerstag:

-Versuch die Kritik des Vortages einzubauen. Ablauf wird fürs Making-Off dreigeteilt und Übergänge werden überlegt und ausprobiert. Absprachen getroffen. Anschließendes Vorbereiten des Bühnenraumes für das Making-Off. Weisse Holzsockel werden als mögliche Sitzgelegenheiten im Raum verteilt.

image5image4

Anschließend Making-Off mit Publikumsgespräch:

Publikumsrückmeldungen:

Nicht nur Behandlung von Mensch Maschine sondern auch Mensch-Maschine-Tier

Körperapplikationen:

Geschichtlich der Haken als Prothese funktionaler als die Metallhand, trotzdem wurde aus ästhetischen Gründen die Metallhand bevorzugt.

Historisch gab es auch die Tentakel als funktionalere Variante des Hakens als Prothesenidee.

Verkabelung=Vernetzung mit dem digitalen Netz

Biologisch: Nabelschnur, ernährende App.

Oscar Pistorius

Oscar Pistorius

 

Freitag:

Besprechung des Making-Offs und Abschlussbesprechung:

Atmen:

Assoziationen: körperlich Beeinträchtigte steuern Rollstuhl mit Atmen.

Atmen noch viele Variationen möglich

Raumsituation:

Nähe des Publikums wichtig !

Performer:

Blickkontakt bricht den durch die Lichter abgesteckten Raum.

Publikumsführung:

mehr Reize, zeitliche Veränderung des Raumes, Peaks.

Wie erzeuge ich: „Hallo ihr seid willkommen, fühlt Euch frei“ beim Publikumsempfang und der Stimmung über die Performance hinweg.…
Weiterlesen

Logbuch #28 Woche 3

Woche  03.
(…Die Vernetzung von Mensch und Maschine …)

Wochenprogramm:
Ausstattung des Performers mit Sensoren (Leap-Motion und Biegesensoren). Ziel ist die gegenseitige Kommunikation und Steuerung zwischen Performer, Computer und Robotikteilen.


Montag:
Vorführung von den bisher erarbeiteten szenischen Versuchen.
Anschließend Kritik und Gespräch mit Veit Sprenger und Winfried Wrede:
Überlegungen die Technik offen zu legen, die notwendigen technischen Umbauten in die Performance mit ein zubauen.
– Den Experimentierraum in der Performance behalten und sich den Ablauf über bewusst sein.
– Überlegungen durch „Längen“ bzw. stehende, langsame, gleichförmige Bilder eine Meditation/Trance des Zuschauers zu erzeugen. Aber: Wie schafft man eine stimmige Dramaturgie in dieser Gleichförmigkeit?

– Weiteres Arbeiten an den Rythmi, Blickrichtungen und Haltung des Performers.
– Überlegungen zum Verhältnis der menschlichen Sprache zu den Sprachen der Maschinen. Die Robotik-Teile geben technikbedingt Motorengeräusche ab. Überlegung diese Geräusche als Sound/Sprachmotive bewusst einzubauen.
– Performance mit der Roboterhand entwickelt den Fokus auf die Machtpositionen zwischen Mensch und Maschine. Entscheidung, welche Aussage man damit verfolgen will/bzw. worauf den Fokus setzen?

Abends:
Technische Einrichtung von Sound und Technik.
Biegesensoren Vorbereitung und Anfang von Programmierung.

Dienstag:
– Installation und Programmierung von Leap Motion.
– Einrichtung verschiedener Möglichkeiten zur Sprachbearbeitung mit dem Helikon Voice Prozessor für Violas Stimme.

W301

– Stoff kaufen und nähen der Hose für das Kostüm.
– Textrecherche zu Robotik und Chatbot-Dialogen
– Neonröhren-Lichtloop-Programmierung, Kommunikation und Netzwerkeinrichtung
– Klangaufnahmen: Geräusche der Motoren von Hand- und Wurmrobotern, Neonlampen, Nähmaschine

W302

Mittwoch:
– Experimentielle Arbeit an Verknüpfung von Ellenbogen-Biegesensor mit Lichtloop- Installation
– Ausarbeitung der interaktiven Programmierung
– Dramaturgisch / szenische Arbeit an Lichtloop-Szene unter Verwendung des Ellenbogen-Biegesensors
– Textproben mit computergenerierter Stimme: Computer liest seine eigene Programmierung, Stellen von Programmiercode.
– Proben mit verstellbarem Licht: Unterschidliche Positionen der Neonröhren:

  • – Diagonalie Konposition
    – Ballung
    – Umrahmung

W303 W304 W305

– Boibot Recherche / Beziehungsanfang

Donnerstag:
Lichtkreislauf-Choreografie wird auf die Ansteuerung mit den Sensoren angepasst und der Ablauf und Bewegungen verändert.…
Weiterlesen

Logbuch #28 Woche 2

Woche  02.
(…Von Mensch zu Maschine scheint es nur noch ein kurzer Weg zu sein und die Grenzen verschwimmen zwischen natürlichem und künstlichem Leben. Ist sie das, die Geburtsstunde einer Welt, in der Mensch und Maschine eins werden…)

Wochenprogramm:
Verschiedene Robotikteile, welche in der ersten Woche gebaut und programmiert wurden werden auf ihr szenischen Möglichkeiten untersucht.


Montag:

Treffen mit Veit Sprenger:

1. Gespräch:

Überlegungen zur Kreisbewegung:

Schlange Kundalini: Schlangensymbol der Alchemie. Eine Schlange, die sich in den Schwanz beißt als Symbolbild der Vergiftung und Heilung. Hierzu Analogien zur technischen Entwicklung und den Kreislauf von techn. Erfindungen um Übel zu überwinden und gleichzeitiger erneuter Konfliktgenese.

Die Kraft Kundalini:

Nach der tantrischen Lehre wohnt in jedem Menschen eine Kraft, die Kundalini genannt wird.[1] Diese befindet sich gemäß dem Tantrismus ruhend am unteren Ende der Wirbelsäule und wird symbolisch als eine im untersten Chakra schlafende zusammengerollte Schlange (Sanskrit: kundala „gerollt, gewunden’“) dargestellt. Sie gilt als die der Materie nächststehende Kraft im Menschen. Durch yogische Praktiken soll sie erweckt werden können und aufsteigen, wobei die transformierenden Hauptenergiezentren oder Chakren durchstoßen werden (Satchakrabedha „Sechschakrendurchstechen“). Erreicht sie das oberste Chakra, soll sie sich mit der kosmischen Seele vereinigen und der Mensch höchstes Glück erlangen.[2] Erst hier vereinigt sie sich nach tantrischen Lehren in ihrer transformierten Form mit den kosmisch-spirituellen Kräften. Da das Aufsteigen der Energie nach den klassischen Lehren auch Gefahren in sich birgt, sollen eine gute Vorbereitung und ein innerer Reinigungsprozess entscheidend sein, weshalb viele Schulen zuerst das Herzzentrum entwickeln. In Begleitung eines Menschen, der die Kundalini-Kraft bewusst lenken kann, sollen mögliche Begleiterscheinungen des Prozesses, wie Visionen oder Erfahrungen in der Astralwelt, verständlich sein. Es gibt immer wieder Fälle, die Tantriker als „spontanes Erwachen“ der Kundalini interpretieren.[3]

01

Überlegungen zum Bühnenbild als freistehend und das Publikum kann sich frei kreisförmig um es bewegen. Überlegungen wie eine gegenläufige Bewegung des Publikums zum Tänzer stattfinden könnte.…
Weiterlesen

Logbuch #28 Woche 1

Woche  01.
(… die Technik bestimmt uns…)


Montag:
Anreise, Treffen Theater Wrede, Übergabe, Treffen Veit Sprenger, Bezug Wohnung
Geschpräch mit Veit über Technik im Allgemeinen:

 

Nachwirkende Stichworte waren:
– Technik wird entwickelt um den Menschen glücklich zu machen/das Leben zu erleichtern. Was wäre eine Maschine zu entwickeln, die glücklich ist.

– Beschleunigung der technischen Evolution vom ersten Werkzeug über Agrarwirtschaft bis hin zur heutigen digital bestimmten Welt. Diese Entwicklung ist einfach so passiert aus einem Komfortgedanken heraus ohne sich jemals weitreichend über die Folgen Gedanken gemacht zu haben (möglich?). Was sind die Konsequenzen aus Feldwirtschaft, Handel, Städtebau…. Internet, künstliche Intelligenzen.

– Neuronale Netze in der Programmierung (selbstlernende Computer):

– Dem Menschen nachempfunden: Der Mensch als Schöpfer nach seinem Ebenbild.

– Gleichzeitig: Gefahr von selbstlernenden/denkenden Computern, welche auf lange Sicht hin den Schöpfer überholen werden.

– Mensch muss neue Kompetenzen entwickeln, seine Kompetenzen verlagern:

– Angst und Vorteil von neuen Technologien. (Bsp. Hat Kontakt zu allen Menschen, auch die man aus räumlicher Distanz nicht sehen würde, trotzdem am Tisch chatten)

– Verkümmerung oder Verlagerung von Kompetenzen?

Literatur:
Stanislaw Lem: „Experimenta Felicitologica“

Videos:

  • Dokumentar-Miniserie von Adam Curtis: „All Watched Over By Machineries Of Loving Grace“
  • Serie: „Real humans“
  • Serie: „Westworld“
  • Serie: „Black mirror“

Weiterlesen

Logbuch #27 Woche 4

Mittwoch, 22. Februar
Rahel

Ablauf erstes Drittel geprobt, Steffen war Gast: Empfang, Begrüßungsreden, Toast, Impulsreferate, Hymne. Vorspeise, 1.Gang …

Proben einige Vorschläge für Konsumzeit praktisch en block: Monologe, Lieder, Gedichte…

Dann haben wir mit Steffen die Umsetzung der 4 Zeitsorten für die Zuschauer erprobt.

Es gibt auch bei uns Konfliktpotential zwischen den Generationen. Könnten wir am Abend einbauen in Vorstellung des Generationenpaktes.

Wir treffen Winfried zur Beratung und Absprachen fürs Making Off.

Freitag, 24. Februar
Steffen

Lange Fahrt von FFM nach Oldenburg, mit unserem „Outseeing Eye“ Philipp Schulte im Auto. Einführungsgespräche.

Nach gemeinsam Mittagessen verwickeln wir Philipp als Testbesucher für 100 Minuten in unsere Tischgesellschaft und bisherige Materialien, Szenen, Spiele, Texte. Anschließend Auswertungsgespräch.

Konsequenzen für die weitere Forschung in gebotener Kürze:
• Partizipative Anteile noch deutlich erhöhen, demgegenüber Sinnliches und Informatives stärker verschmelzen
• Den „spontanen“ und improvisatorischen Charakter noch weiter ausbauen, da er dem Zuschauer hilft, sich als Teil des Ganzen zu verstehen und Lust weckt zum Mitmachen anstatt in eine Konsumhaltung zu rutschen
• Mehr „lokale“ Gespräche am Tisch und Abwechslung anstatt alles für alle
• Dadurch wird das Lernen von Debattenhandzeichen überflüssig
• Unser eigenes Zeitinvestment deutlicher vorstellen/herausarbeiten
• Die 4 Zeiten nicht einfach via Definition vorstellen, sondern im gemeinsamen Gespräch entstehen lassen und herausdestillieren (sie auch indirekt schon beim ersten Mantel-Abnahme-Gespräch ein bisschen abfragen „Kommen Sie gerade von der Arbeit?“ et.), dann erst Dath-Definition nachliefern
• Zeit-Torte als zentrales Tool deutlicher in den Fokus rücken
• Die Zuschauer über die Zeit-Torte noch deutlicher ihren eigenen Wunsch ausdrücken lassen (Frage, wie man das schnell auf ein Zeitmodell zur Umsetzung hochrechnen kann oder durch entsprechende Vorbereitung der Zeit-Torte rasch ablesen kann)
• Anstatt einen Ältestenrat/Jüngsten zu wählen, aus den Zeit-Torten je einen Experten aus den Zuschauerreihen für eine der 4 Zeiten ernennen
• Evtl. die erste „Testrunde“ bereits mit dem ersten performativen „Durchgang“ durch die 4 Zeiten verschmelzen
• Idee, 4 Gruppen je eigene Zeitaufteilungen ausprobieren zu lassen, quasi in „Konkurrenz“ zueinander
• Format der Probe/des Rehearsal Dinners einmal klar setzen, dann nicht mehr permanent auf „Probesituation“ verweisen
• BIG DATHA, Orakel, als starkes für sich stehendes Ding im weiteren Prozess genau im Auge behalten, wie eine Einbindung sinnvoll/gelingend sein kann → sonst evtl.…
Weiterlesen

Logbuch #27 Woche 3

Mittwoch, 15. Februar
Andreas

Training.

Texte werden redigiert und das Logbuch der 2. Woche auf Stand gebracht und abgeschickt.

Ein Interesse weckendes, Laune machendes Pressefoto wird gebraucht. Von unserem Thema einer Tischgesellschaft ausgehend legen wir erst unsere Flipchart-Blätter aus und bauen eine „Tafel“, Rahel bearbeitet das Foto mit Photoshop.

Rechenprobe_kleiner

Aus der Fotoarbeit wird ersichtlich was für einen großen Ideenpool wir haben.

Wir gehen die einzelnen Stationen durch. Was für inhaltliche Fragen, was für spielerische  Situationen tun sich auf. Diese Fragen immer stark vor dem Hintergrund einer sprachgesteuerten Überwachung unserer 4 Zeiten durch einen Computer. Was für ein Programm braucht es? Tobias Schmitt, ein Informatiker, kommt am Montag und wird uns beraten. Die Performer müssten dann spontan reagieren mit den von ihnen vorbereiteten Szenen, Lectures, Monologen auf das jeweilige angesagte Thema.

Wir recherchieren nach Kochgeräten (Asiatischer Feuertopf) für die Tafel.

Angelika stellt ihre Lecture über Zeit und Pause vor.

Vorstellung der „Szene“ aus Daths Roman Deutsche Demokratische Rechnung „Beratungen sind die halbe Verwaltung“, Lesen mit verteilten Rollen.

Überlegungen, wie wir sozialistische Übungen als Körper-Raum Erfahrung umsetzten könnten.

Rahel erzählt anhand von Internet-Artikeln: Wie der Tisch im Barock zur Bühne wurde.

Blog06

Donnerstag 16. Februar
Rahel

Scheint mir, seit gestern hat sich etwas unmerklich verlinkt, auch wenn wir’s leider noch nicht auf der Bühne erprobt haben.

Steffen hat Textauszüge zur Einteilung der 4 Zeitsorten heraus gesucht. z.B. aus Staat und Revolution von Lenin: 6h körperliche Arbeit, 4h politische Arbeit. Bei Dath: 5h Arbeitszeit, 5h politische Zeit (einschl. organisatorische Arbeit). Wir reden über die Wichtigkeit des Zufalls, der Zeitverschwendung, der Pause (Christa Wolf, Dath).

Angelika merkt an, dass wir die Summerhill School (antiautoritäre Erziehung) auch mit rein nehmen sollten.

Haben die Bühne umgebaut mit langer Tafel, Mikros und Kamera, 2 Leinwänden, Keyboard, Kredenztisch, Garderobe, Eck für unbestimmte Zeit…

Angelika zeigt uns Artikel zu Roboterwesen aus Oxi und Moderner Technik, die wir z.B.…
Weiterlesen

Logbuch #27 Woche 2

Mittwoch, 8. Februar
Andreas

Feldenkrais und Stimmtraining nach Kristin Linklater.

Danach ist der Tag so geplant, dass jeder für sich alleine forscht.
Thema liegt in der Luft. Die Dathsche Einteilung der Zeit nach:

1. Arbeitszeit
2. Politische Zeit
3. Unbestimmte Zeit
4: Konsumzeit

Das war nicht explizit eine Aufgabe, die wir uns vorgenommen hatten, aber unabgesprochen waren wir alle vier in die gleiche Richtung inspiriert.

Am späten Nachmittag Vorstellen der Ergebnisse:

Andreas: Planspiel, brettspielartig,
Rahel: Verschiedene Aspekte eines Planspiels mit architektonischem Blick.
Angelika: Planspiel mit Einbeziehung einiger bisherigen Ideen (Computer, Roboter u.s.w.)
Steffen: Planspiel verwandt mit Angelikas mit noch anderen literarischen Aspekten.

Donnerstag 9. Februar
Angelika

Der Morgen – mit Theorie gefüttert werden:

Steffen liest aus: Hans Christian Dany: Morgen werde ich Idiot. Kybernetik und Kontrollgesellschaft.
Die goldenen 70er Jahre der Kybernetik sind schon vorbei. Gibt es ein Comeback?

Liest aus: D. Dath Der Implex. Das Neue gibt es nicht ohne das Alte.

Und vom selben Autor aus Lichtmächte (von 2013) D.D. vergleicht Strategien und Taktiken der Aufklärung mit heute. Es braucht: Manifeste, Netzwerke, Clouds. Befinden wir uns bereits in einem neuen Daten-Feudalismus? Und Auswertung und Diskussion über das Gehörte – tolle Texte, die könnten verwendet werden.

Vorbereitung: Arbeitsaufträge wenn die Musiker da sein werden – und wir fragen nach einem Klavier.

Feldenkraistraining.

Auf der Bühne – die neuen Vorschläge für den Raum konkret ausprobieren. Könnte die Tribüne abgebaut werden um denn gesamten Raum zur Verfügung zu haben. Frage Trennung Zuschauerraum – Aktionsraum?

Wir erproben inwieweit Sound – Text – Gespräche – Diskurse – ein theatraler Monolog nebeneinander im Raum möglich wären. Da werden wir genau achten müssen was zur gleichen Zeit parallel geschehen kann.

Gespräch mit Winfried über technische und inhaltliche Fragen, vor allem wie ist der Zuschauer als Teilnehmer einzubeziehen ohne ihn/sie abzuschrecken oder zu überfordern?
Das kann am ehesten gelingen, wenn es einen Vorlauf gibt, Zeit und klare Spielregeln – lustvolle.…
Weiterlesen

Logbuch #27 Woche 1

Flausen Residenz #27 „Deutsche Demokratische Rechenprobe“
Logbuch
– Erste Woche –

Mittwoch, 1. Februar
Andreas, Wu Wei Theater

1. Tag in Oldenburg. Ankunft im Theater Wrede. Wir, Wu Wei Theater Frankfurt und helfersyndrom, zwei Generationen mit unterschiedlichen biographischen Erfahrungen und Theatersprachen, dürfen nun gemeinsam künstlerisch erforschen, wie und ob man den Computersozialismus performativ (unter unserem Platzhalternamen „Planspiel“) umsetzen kann.

Mit dem Wort „Forschen“ hab ich immer etwas Schwierigkeiten, wenn ich mir einen künstlerischen Prozess“ vorstelle. So trocken. Interessant ist, dass wir gestern Nacht beim „Absacker“ in der Wohnung über Daniel Kehlmanns Roman Vermessung der Welt redeten und, dass dieser so gut reüssierte, weil dem Leser womöglich das Thema „zerstreuter Professor“ so gut gefiel. Er konnte sich dabei wohl gut über die „trockenen“ Wissenschaftler belustigen. Vielleicht aus diesem Grund mein komisches Gefühl.

Aber absolut überwog jedoch gestern der so warme Empfang des Theater Wrede Teams. Winfried, Marga, Mareike. Absolut beeindruckend mit welchem Elan, politischem Engagement, persönlichem Einsatz (Winfried Wrede an der Spitze) sie diese Idee von Flausen darstellen und uns offerieren. Ein ganzes Theater, mit Generalschlüssel, für 24 Stunden am Tag, für vier Wochen, mit Infrastruktur, Kaffeemaschine, Technik, Fahrräder und einer Riesenwohnung. Ein Traum.

Die Bedingung  ist nur: Ihr dürft, ihr sollt machen was ihr wollt (zu eurem Thema) ihr sollt Umwege gehen. Ihr dürft sogar Scheitern. Es muss, es soll am Ende gar kein schon fertiges Stück dabei herauskommen. Ihr dürft scheitern.

Es fällt mir der schöne Satz von Peter Brook ein: „Der Blinde führt den Lahmen“. Oder das weiße Blatt, vor dem der Schriftsteller am Anfang eines Buches sitzt. Oder Peter Löscher, der drei Wochen vor der Premier sagte „Ich habe keine Ahnung“ – und dann ging er aufs Klo und hatte Dünnschiss.

Das ist vielleicht das Schwerste für uns „Macher“ zu sagen ich bin bei Null, und mache nicht gleich das erste Beste.…
Weiterlesen

Logbuch #26 Woche 3

Montag, 15. August 2016

Betti und Caro lesen eine transkribierte Sitzung des ZK (11. Plenum) und sind überrascht, dass bei dieser Lektüre der Eindruck entsteht, Ulbricht hätte weitaus größere Ideen und Verbesserungsvorschläge gehabt als Honecker und auch den Kulturschaffenden – natürlich nur durch Moskaus Unterstetzung – mehr Freiheit gewährleistet hat (oder das wollte). Für unsere Serie harn wir einen Entscheidungspunkt gefunden. Wollen die Teilnehmer*innen Ulbricht oder Honecker und wenn sie sich für Ulbricht entscheiden, gibt es eine weitere ökonomische Verbesserung. Von unserem Mentor Björn erfahren wir, dass viele so gedacht heben und den Abtritt Ulbrichts bedauern (Peter Hacks ebenfalls) und von Betti erfahren wir noch eine merkwürdige Anekdote, dass Ulbricht von Honecker verlangt hätte, seine Frau zu verlassen und die Mutter (Margot) seines unehelichen Kindes zu heiraten. wir fragen uns, ob das stimmt. Szenisch könnte es was hergeben. Am Abend singen wir chronologisch: Die Kaiser-Hymne, die frühere und jetzige Hymne, die Nationalhymne der DDR, die Kinderhymne von Brecht und sind uns alle einig, dass die Nationalhymne der DDR einfach die beste ist. Zur Komplettierung nehmen wir noch “Lobet den Herrn2 und “Ode an die Freude” hinzu. Nold soll sich überlegen, wie sih damit spielen lässt und Betti erprobt einen Barocktanz zur DDR- Hymne. Was war eigentlich das Zeitalter, mit dem die DDR verglichen wurde?

Eleganz_aus_Reflex_026

Dienstag, 16. August 2016

Nils erhält ein DDR-Spiel, in dem es darum geht, durch Korruption, Meuterei und Vetternwirtschaft die Position des Staatssekretärs zu erlangen. Wir spielen das Spiel falsch, aber können uns einige dort zu findenden Anweisungen bediene für unsere Serie. Danach befragen wir Ralph und Björn nach Anekdoten der DDR. Abgesehen davon beim Anderen vorbeizugehen und an seiner Haustür zu klingeln, gibt es nur Weniges, was sie dem Realsozialismus noch abgewinnen können. Wir sammeln aber auch während des Gesprächs Beschreibungen von Atmosphären, Düften, Gerüchen, die wir auf die Bühne übertragen können.…
Weiterlesen

Logbuch #26 Woche 2

Foto 1Foto 2Foto 3Foto 4Foto 5
Weiterlesen

Logbuch #26 Woche 1

ZUR SONNE ZUR FREIHEIT

ELEGANZ AUS REFLEX

FLAUSEN BIELEFELD AUGUST 2016

1. Muss eine Utopie immer als zukünftig bleibende gedacht werden im sinne eines Begehrens, eines universalistischen Orientierungspunktes in der Zukunft? Begehren verliert notwendig seine Struktur, sobald es eingelöst wird. bzw. zur nüchternen Realität wird.

04_schindler Lovell_beach_house

2. Märchen vom Sozialismus:

Warum gibt es bei uns keine Grafen und Gutsbesitzer mehr?

Damit sich auf den Schlössern viele Kindergartenkinder erholen können.

Als ich so alt war wie ihr, saß hier allein ein Gutsbesitzer. Kein Kind durfte im Park spielen und die armen Bauern mussten für ihn arbeiten. Noch vor Tag schon musste ich ins Schloss und ihm die vielen Stiefel putzen. Und ich hatte im Winter nur Holzpantinen.

Das ist ungerecht.
Das ist ungerecht.

Ja, es war ungerecht. Überall war es so. Deshalb haben wir die Grafen und Gutsbesitzer weggejagt. Und deshalb können Kinder jetzt bei uns in Schlössern wohnen, und ich brauch keine Gutsbesitzerstiefel mehr zu putzen.

Ist das richtig?
Es ist richtig so!

Das heute Kinder in den Schlössern wohnen können, das ist schöner als alle Märchen zusammen.
Ja.
Ja.

 

3. Stefan Heym resümiert ’89: “Sämtliche Revolutionen sind danebengegangen.” Wie kann die Beteiligung der Bürger am Aufbau und Erhaltung einer alternativen Form des Zusammenlebens gestaltet werden bzw. wie durchlässig darf oder muss ein (utopischer) Gesellschaftsentwurf für die konkreten Befindlichkeiten und Interessen der Menschen sein?

 

4. In Havemanns Utopie werden die Häuser, in denen die Familie aber auch einzelne Utopianer wohnen, in einer Weise beschrieben, die an die Bauten der Architekten Neutra und Schindler erinnern. […]

Landschaften und Gegenstände werden anthropomorphisiert. Das Matriarchat steht in Utopia nicht für die Herrschaft der Frau über den Mann, sondern für Gleichberechtigung in Achtung der Differenzen.

Wie kommt es, dass mindestens 2 von 3 künstlerischen Arbeiten in Utopia eigentlich keine künstlerischen Arbeiten sind, sondern bloßer Ausdruck der Innerlichkeit/Befindlichkeit irgendeines Menschen?…
Weiterlesen

Logbuch #25 Woche 4

28/07

IMPROVISATIONEN + SZENISCHE ARBEIT + SHOWING

KÖRPERTRAINING + IMPROVISATION KATALOG

KÖRPERTRAINING (Marja // Isabel // Ayelén).

IMPROVISATION (Isabel // Marja // Ayelén): Es werden Choreografien zu Golschans Katalog “Normierende Anpassungsbewegungen” ausprobiert und weiterentwickelt.
SZENISCHE PROBE

(Isabel // Marja // Ayelén): Texte werden entwickelt, besprochen und in eine Abfolge gebracht. Vorbereitung des Showings.
Showing

mit Ayelén // Denise // Winfried // Lou als Zuschauer*innen. (VIDEO)
GESPRÄCH:
Winfried:

  • Einlassituation: das Anfangsbild hat eine starke Wirkung aufgrund der Pose und den kleinen, ruhigen Veränderungen in Bewegungen von I+M; Publikumsbezug ist spannend aufgrund der kurzen Verwirrung bzgl. genauen Platzwahl und der Steuerung durch die Blicke von I+M.
  • Insgesamt ist die Kommunikationssituation zwischen Performerinnen und Publikum angenehm (direkter Blickkontakt hat auffordernde, einladende Wirkung). Es entsteht, gerade am Anfang, eine Wachsamkeit des Publikums, die eine Hierarchie zwischen Performerinnen und Zuschauer*innen umgeht. Die zwischenzeitliche Nähe (Zoom-Bewegung) zum Publikum hat animierende Wirkung, es entsteht die Erwartung, dass das Publikum auch körperlich stärker eingebunden wird.
  • Es entstehen deutliche Bilder über Machtverhältnisse durch das Bewegungsprinzip mit dem Elastik-Band (Assoziation: “Gesellschaft zieht Individuum”); das Marionetten-Spiel ist hier besonders eindrucksvoll.
  • Das Routieren // Kreisen (Zoom-Bewegung) bleibt unklar in seiner inhaltlichen Bedeutung.
  • Bei dem Text daily white privileges besteht die Gefahr, die Aufmerksamkeit des Publikums zu verlieren (englische Sprache als Herausforderung//Barriere).
  • Die inhaltliche Bedeutung der Bildcollage bleibt unklar.
  • Anfangs gibt es inhaltlich einen klaren Publikumsbezug bzw. Bezug zur theatralen Grundsituation. Dieser verliert sich im Verlauf der Szene. Dadurch bleibt der Zusammenhang zwischen den beiden Themenfeldern unklar. Möglichkeiten: Zusammenhang durch Motiv des Rucksacks stärker machen; inhaltlichen Fokus setzen.

Lou:

  • Partizipation des Publikums: anfänglich sehr stark. Es kommt die Frage auf: Dürfen wir sitzen? Wo dürfen wir sitzen? Durch Blicke wird Publikum am szenischen Prozess beteiligt. Eine Weiterführung und -entwicklung der Interaktionen ist wünschenswert.
  • Inhaltliche Leerstelle: Was sind die konkreten Privilegien der Performerinnen? Es werden allgemeine Privilegien aufgezählt, aber es fehlt die Selbstverortung (“sich lesbar machen”).

Weiterlesen

Logbuch #24 Woche 4

Endspurt.

IMG_1114IMG_1116

War das jetzt ein Sprint? Oder taumeln wir auf den letzten Marathon-Metern Richtung Ziel? Es fühlt sich nach beidem an: eine Mischung aus ewiger Alltäglichkeit – der Weg zum Theater funktioniert schon im Halbschlaf – und der Erinnerung doch gerade eben erst die Kombination fürs Fahrradschloss bekommen zu haben.

Wir sammeln noch mal unsere Ideen und Kräfte und ziehen Bilanz.

Was haben wir geschafft? Was wollen wir noch schaffen? Sind wir mit unseren bisherigen Ergebnissen zufrieden? Konnten wir unserem Themenkomplex Ernährung-Lebensmittel-Backen formulierbare Erkenntnisse oder Ergebnisse abgewinnen?

IMG_9900IMG_9902

Ende der vierten Woche gibt es das Making-Of – nach unseren Recherchen und Versuchen in alle möglichen Richtungen ein klares Ziel und gleichzeitig auch ein Konflikt: Sollen wir das letzte Viertel unserer Zeit auf diesen Abend als Produkt hinarbeiten? Oder bleiben wir in unserem Recherche-Modus aus Try-and-Error?

Wie in unserer ersten Woche beginnen wir mit Diskussionen und merken: es hat sich eine gemeinsame Sprache hergestellt, ein Back-Sprech, ohne dass wir es gezielt darauf angelegt hätten. Jeder von uns hängt an einer anderen Idee, möchte etwas unterschiedliches ausformulieren, planen oder neu entstehen lassen und dennoch bewegen wir uns alle in der gleichen Backstube aus Referenzen, Verweisen und Erkenntnissen.

Die Arbeit mit unserem Mentor Paulo wirkt noch in jedem von uns nach. Die haptischen Ansätze der Arbeit mit ihm, sowohl was unsere Materie – Backwaren in allen möglichen Aggregatszuständen – als auch unsere Körper angeht, haben uns dem Thema näher gebracht und auf eine intime Art vertrauter gemacht. Der Umgang mit Thema und Material ist sensibler und gleichzeitig zupackender geworden.

Wir beschließen weitere Versuche – wann werden wir in der normalen, produktorientierten Produktionsmühle jemals wieder soviel Zeit und Muße nur fürs Ausprobieren haben? – und einen dokumentarischen Ansatz für den finalen Abend.

Dennoch merken wir gleich: es ist gar nicht so einfach, sich noch mal bewusst gegen das Präsentieren-Wollen/Müssen zu entscheiden.…
Weiterlesen

Logbuch #25 Woche 3

21/07 (home office und home studio in der Wohnung)
Reflexion der Zeit mit Golschan

Warum laden wir wen ein? Besser Leitung und Moderation übernehmen als bisher.
Was konkret wollen wir von und mit den Kollaborateur*innen arbeiten?
Klares Delegieren von Aufgaben.
Gemeinsames Kurzschließen & Update über ENTSCHEIUGNE, die (NICHT-)VERANTWORTLICHKEITEN definieren.
Vorbereitungen um gemeinsam arbeiten zu können (Isi + Marja) / Situation des gemeinsamen Arbeitens zu schaffen: Klären wer und warum; Framing und Moderationsvorschläge; Kommunikation im Vorhinein (1.bisheriger Probenstand, 2.gemeinsame Fragestellungen); Abschluss / Reflexionsformat vorbereiten + WIE wir weiter mit dem Input arbeiten.
VIDEOMESSAGES FÜR JEDE KOLLABORATEURIN

Szenische Vorbereitung der Einführung von Denise, Nai Wen und Ayelén

Wir schreiben jede persönlich kleine Briefe an die Gäste. Drei verschiedene Stühle repräsentieren die Gäste. Je nachdem wie der Brief geschrieben ist, wie der Zettel aussieht, wo genau der Zettel befestigt wird am Stuhl hat eine Bedeutung.

Thema: Was wünschen wir uns von der Zusammenarbeit mit dir?

Video: „21_Videomessages“

13873150_1750500651905670_8072089750535719544_n

22/07

BEGRÜSSUNG UND EINFÜHRUNG NAI WEN, DENISE BIERMANN UND AYELÉN CANTINI

VIDEO: „3 Willkommensvideos in der Wohnung“
Gemeinsames Gespräch danach:

DENISE:
Interessantes Mittel szenisch wie man die Gruppe zeigen kann, wie stellt man Kollaboration szenisch dar? Mit Mitteln von Positionierung, Distanz ecc

a) Gastspielplanung: MAMMALS
Ist-Perspektive: Was ist da an Kontakten? Ausgehend vom Rahmen Niedersachsen (Förderung und Orte). Welche Interessenten gibt es gerade für Mammals?

Soll-Perspektive: Wen finden wir geil, Häuser, Menschen, KuratorInnen? Welches Publikum wollen wir haben?
–> Wichtig ist sich festzulegen und konkret zu werden.
b) Form des Kollektivs.
GBR? Kleiner Rahmen: Wie Proben organisieren? Wie wollen D+L sich beteiligen (das hieße künstlerische Beteiligung)?

c) Gespräch über Unfall
Konflikt aufdecken und „klar zu kriegen“ wäre wichtig für die gesamte Arbeit. Latenter Konflikt bricht immer wieder aus, Wunsch ihn anzupacken. Wie ist das mit Parteien, Denise ist Freundin von beiden, fühlt sich nicht unbefangen. Form besprechen ist wichtig.…
Weiterlesen

Logbuch #24 Woche 3

Logbuch BACKSHOP – Woche 3

IMG_1109_web
Es ist viel zu heiß zum Arbeiten, aber wir haben die Zauberworte vergessen, wie wir den Backofen stoppen könnten… Wir verlegen die Proben in den Abend, um den heißesten Stunden zu entgehen. Paulo, unser Mentor, ist noch da und wir fangen an, die Erkenntnisse aus dem Intensiv-Workshop der zweiten Woche auf die Materialien Teig und Brot anzuwenden.

IMG_9237_webIMG_9239_web

Das inhaltliche Interesse weicht immer stärker einem formalen. Die Ästhetik des Materials fasziniert uns. Der Hefeteig ist z.B. in einer stetigen Veränderung. Er ist kaum zu animieren, da er sich ganz von alleine immer weiter bewegt, immer weiter wächst, wenn man ihn alleine lässt. Bekommt man ihn in die Finger, schrumpft er wieder zusammen. Wieder kneten, wieder warten. Eine Übung in Geduld. Innehalten. Warten.

IMG_9465_web

Bewegen. Stop. Motion. Eine Live-Kamera wird installiert, der Teig agiert jetzt für die Kamera. Körperteile der Performer kommen in den Bildausschnitt dazu. Finger werden zu Beinen. Der Teig zur Totenmaske. Am Ende des Herumexperimentierens steht die Frage im Raum, ob wir jetzt noch eine Pizza aus dem Teig backen wollen zum Abendessen. Wir entscheiden uns dagegen, irgendwie etwas komisch, einen Kollegen aufzuessen.

IMG_1108_web
Generell kommt das Thema „Kannibalismus“ in den letzten Tagen immer wieder auf. Mit Paulos Hilfe machen wir eine zweite Version des Mini-Stop-Motion-Films, in dem ein Brötchen von anderen aufgefressen wird.
https://www.youtube.com/watch?v=M8dhxc3G8jk
Auch hier wieder eine Übung in Geduld. In der Schwüle der Bonner Sommerhitze. Wir schauen Filme von Jan Švankmajer, u.a. einen wundervollen Stop Motion Film über Menschen, die anderen als „Ernährungsmaschinen“ dienen. Aus dem Bauch wird eine Wurst mit einem Aufzug nach oben gefahren, die dann aufgegessen wird. Wir experimentieren weiter mit der Verbindung von Körpern und Lebensmitteln, Teigmasken, etc.

IMG_9852_webIMG_9846_web

Am letzten Tag von Paulos Aufenthalt weiten wir die Animation auf weitere Gegenstände aus: Messer, Pfannen, Löffel. Ein Schneebesen hat ein Rendez-vous mit einem Dosenöffner, eine Pfanne wird mit zwei Händen als Beine zur grotesken Schildkröte.…
Weiterlesen